Besuch des Altenzentrum Heilsberg

Einrichtungsleiter Matthias Schnitzler und Rainer Fich
Mattias Schnitzler und Rainer Fich vor dem Lageplan des „kleinen Dorfes“ Altenzentrum Heilsberg Bild: CK
von l. n. r.:Einrichtungsleiter Matthias Schnitzler, Rainer Fich und ein kleiner Teil der Besuchergruppe (von l. n. r.:)

Zu einem Besuch des Altenzentrum Heilsberg lud die SPD Bad Vilbel alle interessierten Bürgerinnen und Bürger im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Hinter die Kulissen schauen“ ein.

Ortsvorsteher Christian Kühl und der neue SPD-Vorsitzende Rainer Fich konnten insgesamt vierzig Besucherinnen und Besucher begrüßen.

Heimleiter Matthias Schnitzler gab am Anfang ein Überblick über das Altenpflegezentrum Heilsberg.

1961 wurde die Einrichtung eingeweiht, mittlerweile stehen in dem  Heim  156 Pflegeplätze und 24 Wohneinheiten für ein betreutes Wohnen zur Verfügung.

Schnitzler wies darauf hin, dass die Gesellschaft sich darauf einrichten müsse, dass es zukünftig immer mehr pflegebedürftige Menschen in Deutschland geben wird. Sind es heute 2,4 Millionen, so gehen die Schätzungen für das Jahr 2020 von 3 Millionen Menschen und im Jahr 2050 sogar von 4,6 Millionen Menschen aus, die auf Pflege von anderen angewiesen sein werden. „Dies ist eine große Aufgabe, die die nächste Generation lösen muss“, so Schnitzler.

Insgesamt besteht das Altenpflegezentrum aus dem West- und dem Ostflügel, dem Helen-Weiss- Haus und dem Adolf-Freudenberg-Haus. Es gibt eine Cafeteria, die an sechs Nachmittagen in der Woche geöffnet ist, sowie einem großen Veranstaltungssaal.

Im Ostflügel stehen insgesamt 48 Einzelzimmer sowie vier Doppelzimmer für die Pflege zur Verfügung. Im ersten Stock des Ostflügels entstanden bis zum Jahr 2011 insgesamt 21 neue Wohnungen für betreutes Wohnen.

Der Westflügel stehen auf drei Etagen insgesamt 72 Pflegeplätze zur Verfügung, die auf 22 Einzelzimmer und einem Doppelzimmer je Etage verteilt sind. Der Westflügel wurde komplett neu errichtet und im Jahr 2001 fertiggestellt.

Im Adolf-Freudenberg–Haus, das 1998 saniert wurde, stehen insgesamt 24 Einzelzimmer zur Verfügung. Zuletzt gehört das Helene-Weiss-Haus zum Altenpflegezentrum Heilsberg. Hier stehen 57 Wohnungen für betreutes Wohnen zur Verfügung. Diese verteilen sich 1-, 2-, und 3- Zimmerwohnungen, die zwischen 33 bis 76 qm groß sind.

Besonders begehrt seien im Moment die Wohnung für betreutes Wohnen, denn „auch wenn ich keine hellseherischen Fähigkeiten besitze, könne die Wartezeiten mehrere Jahre betragen“, so Mathias Schnitzler.

Die Preise für die Pflegeplätze hängen von der Pflegestufe der bedürftigen Person ab. Sie variieren zwischen 2337 € bei Pflegestufe 0 und 2352 € bei Pflegestufe 3 für einen Monat mit 31 Tagen, wobei hier schon die Zuzahlung der Pflegekasse abgezogen ist. Bei Pflegestufe 0 zahlt die Pflegekasse keinen Zuschuss und bei Pflegestufe 3 einen Zuschuss in von 1612,00 € im Monat.

„Natürlich klingt das im ersten Moment viel, aber das häusliche Pflege immer günstiger ist als stationäre Pflege, ist ein Irrglaube“, ist sich Mathias Schnitzler sicher.

Ein besonderes Anliegen für den Heimleiter, der mittlerweile über dreißig Jahre im Altenpflegezentrum tätig ist, ist es, dass die Politik darauf achtet, dass es genügend barrierefreie, aber vor Allem bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Der Bedarf dafür würde in der Zukunft immer größer und gerade in Bad Vilbel sei bezahlbarer Wohnraum kaum vorhanden.

Bekanntschaft konnte die Besucher der Führung auch mit der ältesten Bewohnerin, die stolze 105 Jahre alt ist, machen.

Fich und Kühl zeigten sich beeindruckt von dem Altenpflegezentrum. Ein großes Thema für die SPD in Bad Vilbel wird es zukünftig sein, dass es in Bad Vilbel auch Menschen mit mittlerem und kleinem Einkommen möglich sein wird, hier weiter wohnen zu können.