SPD: Magistrat irrt, Fahrradabstellanlage am Südbahnhof nicht zugänglich

Portrait von Katja Koci
Katja Koci

Die SPD-Fraktion nimmt die abwehrende Reaktion des Bad Vilbeler Magistrats auf Ihren Antrag, die
Fahrradabstellanlage mit 18 Stellplätzen von der Nordwestseite auf die Südostseite des Südbahnhofs
zu versetzen, mit Verwunderung entgegen. Stadtverordnete Katja Koci, die federführend für die SPDFraktion den Antrag für die nächste Sitzung des Stadtparlamentes gestellt hat, wonach der Magistrat der Stadt Bad Vilbel aufgefordert wird, die inmitten der Großbaustelle der Deutschen Bahn unzugänglich gelegene Fahrradabstellanlage zu versetzen und so wieder nutzbar zu machen, macht deutlich, dass der Magistrat in seiner Presse-Verlautbarung offensichtlich irrt, wenn er meint, dass „die Stellplätze ja genutzt werden (könnten), der Weg sei frei trotz Baustelle“.
„Die seit 2017 unmögliche Nutzung der Radabstellanlage an der Nordwestseite des Südbahnhofs war gerade der Anlass unseres Antrags“, so Koci. Zur Verdeutlichung der Situation vor Ort war Katja Koci nochmals zur Großbaustelle der Deutschen Bahn mit dem Fahrrad unterwegs, ihr Weiterkommen zur Radabstellanlage scheiterte erwartungsgemäß an der Baustellenumzäunung.
SPD-Fraktionsvorsitzender Kühl ergänzt: „Der Magistrat hätte zur Vermeidung der fehlerhaften Behauptung sich nicht einmal die Mühe machen müssen, die Großbaustelle aufzusuchen. Um richtig im Bilde zu sein, hätte es schon genügt, den ausführlich begründeten und bebilderten SPD-Antrag durchzulesen.“ Bereits im Antrag findet sich der Hinweis, dass wegen der Einrichtung und Absperrung
des Baustelle durch die Deutsche Bahn zur Gleiserweiterung der Main-Weser-Bahn die Radabstellanlage nicht mehr zugänglich und nutzbar ist. Das illustriert unmissverständlich auch ein dem SPD-Antrag beigefügtes Bild, welches die provisorisch durch Baumstämme gefällter Pappeln gesicherte Fahrradabstellanlage hinter dem Baustellenzaun zeigt.
„Das Argument des Magistrats, dass die Deutsche Bahn für die entstanden und voraussichtlich auch zukünftige Schäden aufkommen müsse, kann doch nicht als Ausrede dafür herhalten, keinen Handlungsbedarf zu sehen“, so Koci weiter. Aufgrund der zwischenzeitlichen Beschädigungen der Radabstellanlage ist deren Entfernung von der Baustelle unverzüglich vom Bad Vilbeler Magistrat zu
veranlassen, um weiteren Schaden an städtischem Gemeineigentum abzuwenden. Die Deutsche Bahn dürfte anfallende Kosten für den Abtransport wohl auch lieber heute als morgen übernehmen, soweit die Radabstellanlage nur die Baustellenarbeit nicht weiter beeinträchtigt, so vermuten die Bad Vilbeler Genossen. Schließlich wird der DB Netz AG die Aufforderung des Bad Vilbeler Magistrats, die
Baustelle künftig so zu sichern, dass weitere Schäden vermieden werden, kaum günstiger kommen, als eine Versetzung der Anlage. Die pragmatische Lösung einer Versetzung an die Südostseite des Südbahnhofs, wo weitere Kapazitäten für Fahrräder ohnehin dringend gebraucht werden, drängt sich also auf.

Dem Magistrat ist offensichtlich eine Fehleinschätzung unterlaufen, als er die Fahrradabstellanlage nur wenige Wochen vor Einrichtung der Großbaustelle errichten lies. Diese Fehlallokation von Mitteln gilt es spätestens nach mehr als 1,5 Jahren zu korrigieren. Nicht nachvollziehbar ist auch die weitere Behauptung des Magistrats, die Versetzung der Fahrradabstellanlage sei teurer als ein kompletter
Neubau. Die gesamten Baukosten für die Fahrradabstellanlage mit 18 Stellplätzen an der Niddaseite des Südbahnhofs betrugen in etwa 25.000,00 €. Die Versetzung wird erfahrungsgemäß kaum die Hälfte an Kosten verursachen.

Die SPD-Fraktion sieht auch keinen Hinderungsgrund darin, dass die von ihr vorgeschlagene Aufstellfläche nicht im städtischen Eigentum steht und ein Gestattungsvertrag mit der DB Station & Service AG hierfür abgeschlossen werden müsste. Ein solcher Gestattungsvertrag wurde erst zum Jahresende am Nordbahnhof in vergleichbarer Situation geschlossen. Schließlich gäbe es auch
Alternativen, die könnten bei einer Ortsbesichtigung in Augenschein genommen werden. Die SPD Fraktion hofft somit angesichts der nicht durchgreifenden Einwände des Magistrats weiterhin auf Zuspruch für den Antrag zur Versetzung der Fahrradabstellanlage in der
Stadtverordnetenversammlung.

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