SPD Bad Vilbel kritisiert Magistrat: Abschaffung der örtlichen Rentenberatung ist falsch

Michael Wolf

Die SPD Bad Vilbel kritisiert die stillschweigende Abschaffung der örtlichen Rentenberatung. Mit dem Ruhestand der städtischen Mitarbeiterin, die den Bad Vilbeler Bürgerinnen und Bürger in sämtlichen Fragen die Renten betreffend unterstützt hat, hat die Stadt diese Hilfestellung eingestellt. „Das ist der völlig falsche Weg“ findet der Stadtverordnete Michael Wolf. „Den Statistiken zur Folge gibt es keine Gründe die Rentenberatung einzustellen, gerade die sehr komplizierten Fragen bei der Hinterbliebenenrente sind gestiegen“, betont er.

Nun werden die Bürger gezwungen nach Friedberg zu fahren. Da es aber hauptsächlich Menschen betrifft, die schon älter sind und nicht mehr über die Mobilität verfügen, sei der Weg oftmals zu beschwerlich, wie die Bad Vilbeler Sozialdemokraten finden.

Zwar ist der SPD bewusst, dass die Rentenberatung eine freiwillige Leistung der Stadt sei, aber gerade Bad Vilbel „hat überhaupt keine Gründe dies Leistung einzustampfen“.

Die SPD-Fraktion fordert den Magistrat der Stadt Bad Vilbel in der nächsten Stadtverordnetenversammlung dazu auf, die Rentenberatung in Bad Vilbel aufrechtzuerhalten. Wenn schon nicht mit einer hauptamtlichen Stelle, „das wäre aber das Optimale“, betont der Fraktionsvorsitzende Christian Kühl, dann doch zumindest ein oder zwei regelmäßige Termine in der Woche. „Hier würde sich auch eine Zusammenarbeit mit dem Wetteraukreis anbieten, der vielleicht neben Friedberg und Büdingen eine dritte Beratungsstelle im hiesigen Rathaus einrichten könnte“ so Kühl.

In jedem Fall sieht die SPD den Magistrat in der Pflicht etwas für die Bad Vilbeler Bürgerinnen und Bürger zu unternehmen. Wie die SPD betont, ist es nicht hinzunehmen, dass die Stadt diese wichtigen Aufgaben immer mehr einstampft oder auf dritte abschiebt, sondern auch weiterhin selbst tätig ist.

„Zu den Aufgaben einer Stadt gehören nicht nur der Bau von Großbauten sondern gerade auch Angebote für Menschen, die auf Beratung und Unterstützung angewiesen sind“,so Wolf abschließend.

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