SPD beantragt ein Integriertes Klimaschutzkonzept für Bad Vilbel

Die SPD Fraktion in Bad Vilbel beantragt in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung,  der Magistrat solle bis zum Ende des Jahres 2021 ein sogenanntes Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept für die Stadt entwickeln. Zudem soll die Stadt ab Januar 2021 eine Vollzeitstelle für einen Klimaschutzmanager oder eine Klimaschutzmanagerin schaffen.

Aus Sicht der Sozialdemokraten soll das integrierte Klimaschutzkonzept als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für  den Klimaschutz im Rahmen der Aktivitäten zur Stadtentwicklung Bad Vilbels dienen und den Klimaschutz nachhaltig in der Stadt verankern. „Das Konzept soll allen Entscheidungsträgern aber auch den Bürgerinnen und Bürgern Bad Vilbels dabei helfen, zu erkennen welche technischen und wirtschaftlichen Potentiale zur Minderung von Treibhausgasen zur Verfügung stehen“, ist der Fraktionsvorsitzende Christian Kühl von der Wichtigkeit eines städtischen Klimaschutzkonzepts überzeugt.

Neben dem Aufzeigen der Potentiale bei der Einsparung von Treibhausgasen kann ein Klimaschutzkonzept auch zum Beispiel eine Optimierung von alternativen Verkehrsformen, wie der Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs oder der Verbesserung von Radwegen aufzeigen.

Um aber ein wirklich überzeugendes Konzept erstellen zu können, benötigt die Stadt aus Sicht der SPD zusätzliche Kompetenz und  Kapazität. Aus diesem Grund fordert sie, dass spätestens für den Januar 2021 eine Stelle für eine Klimaschutzmanager oder eine Klimaschutzmanagerin geschaffen wird.

„Ein Klimaschutzmanager/in ist in der Lage, die für die Stadt Bad Vilbel geeigneten Maßnahmen zu definieren und festzuschreiben, des Weiteren kann er/sie die Stadt und auch die Bürgerinnen und Bürger in energetischen und klimaschutztechnischen Fragen beraten“ führt der Stadtverordnete Dr. Bernd Hielscher aus.

Zwar haben sich alle Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung im Sommer des letzten Jahres für einen besseren Klimaschutz in Bad Vilbel bekannt, dies reicht aber aus Sicht der SPD nicht mehr aus.

„Wir beraten nun in fast jeder Sitzung der Stadtverordnetenversammlung über Einzelmaßnahmen, dass ist zwar in Ordnung, aber aus unserer Sicht nicht mehr zielführend, wir brauchen professionelle Verankerung des Klimaschutzes“ ist sich Kühl sicher.

Schon im Jahr 2008 forderte die SPD die Stelle eines städtischen Umweltberaters. Leider sah die CDU damals keine Notwendigkeit dafür. „Wir hoffen, dass auch der Magistrat nun erkennt, dass es Zeit ist, da das Thema Klimawandel auch in der Kommune immer wichtiger wird und dass dies professionell angegangen werden muss“ so Dr. Hielscher.

Die SPD fordert in ihrem Antrag den Magistrat ebenfalls dazu auf, sämtliche Möglichkeiten auszuloten, um Fördermittel für das Integrierte Klimaschutzkonzept und die Umsetzung der daraus folgenden Maßnahmen als auch für den Klimaschutzmanager zu bekommen.

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