SPD besucht Backstube bei Obermeister Uwe Rumpf

Am Freitag den 06.03.2020 besuchte die SPD Bad Vilbel die Bäckerei Rumpf.

Bei einem Rundgang durch die Backstube verriet der Gastgeber nicht nur was gutes Brot ausmacht, sondern auch, welche Auswirkungen der Hessentag auf die Backstube hat und vor welchen generellen Herausforderungen das Backgewerbe in der Wetterau steht.

Der Besuch der Backstube stand für die SPD Bad Vilbel zur späten Stunde an.
Beim Eintreffen in der Backstube herrschte schon bei einem Duft aus frischem Sauerteig reger Betrieb.
Neugierig beobachten die Besucher die genauen Arbeitsschritte der Gesellen.
„In der Backstube ist die ganze Nacht Betrieb“ merkte Uwe Rumpf an. „Es ist wichtig, dass um 6:00 Uhr morgens alles fertig ist“, so Rumpf weiter.

Bei der Bäckerei Rumpf wird noch alles per Hand gemacht, es ist egal, ob es sich um Brot, Croissants oder Brötchen handelt. Dabei hat alles seinen festen Ablauf. Das Brot und die Croissants werden als erstes gemacht. „Weil vor allem die Croissants relativ lange benötigen, werden diese relativ früh produziert, danach kommen um 24:00 Uhr die Körnerbrötchen dran und um 4:30  Uhr sind schlussendlich die Hellen Brötchen an der Reihe“, so Rumpf. Bei der Hygiene macht die Bäckerei keine Abstriche, diese wird immer stets beachtet. „Es kommen drei mal im Jahr unangekündigt Lebensmittelkontrolleure“ so Rumpf, da darf man sich keine Fehler erlauben.

Bei genauerem Nachfragen von Stadtrat Udo Landgrebe steht vor allem ein Thema bei der Backstube Rumpf im Vordergrund. Immer weniger Schulabgänger interessieren sich für den Beruf des Bäckers. Das bekommt auch die Backstube Rumpf zu spüren. „Einen Lehrling zu bekommen wird immer schwieriger“, so Uwe Rumpf.
Die Backstuben in der Wetterau haben zudem das Problem, dass immer weniger Berufsschulen diesen Beruf lehren. „Die Berufsschule in Büdingen wird bald leider nicht mehr den Unterricht für zukünftige Bäcker/innen anbieten und die allgemeine Situation sieht dahingehend nicht gerade besser aus“, so Rumpf.

Bei der Frage von dem Vorsitzenden der SPD Dortelweil Rainer Fich, welche Auswirkungen der Hessentag auf die Bäckerei Rumpf hätte, antwortet Uwe Rumpf, dass zu dieser Zeit die Auftragsbücher gut gefüllt sind.
„Während des Hessentages haben wir das Glück, viele verschiedene Veranstalter zu beliefern“, freut sich der Obermeister.

Das in den Medien heiß diskutierte Thema der Kassenbonpflicht sieht Uwe Rumpf aber gelassen.
Auf die Frage was er davon halte, entgegnet Rumpf, dass dies durchaus auch als Vorteil gesehen werden kann, denn dadurch ist eine bessere Dokumentation gegenüber dem Finanzamt gegeben. Problematisch ist  es zur Zeit aber, dass es die zertifizierten Kassen, die direkt mit dem Finanzamt verknüpft sind, noch gar nicht gibt. Diese werden erst Ende des Jahres ausgeliefert werden. Bis dahin muss die Dokumentation mit Hand festgehalten werden.

Auf die Frage des Sprecher der Jusos Bad Vilbel Tom Rademacher, was denn mit den übrig gebliebenen Brötchen passiere, erläutert der Obermeister, dass der Bauer immer die Körnerbackware holen würde und die Tafel wöchentlich das restliche Brot mit nimmt.    

Am Ende der Führung stand ein gemütliches Zusammensein an. Dabei hatte der Obermeister eine kleine Überraschung für die Gruppe vorbereitet. Es gab zur Begeisterung aller Beteiligten frisch gemachtes Brot, sowie handgemachte Pralinen von der Backstube Rumpf.

 

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