Erhalt des Freibads rechtlich abgesichert

Lucia André

Bad Vilbeler SPD fordert schnellstmögliche Öffnung

Bad Vilbel – Die SPD-Fraktion hatte schon im März einen Antrag gestellt, um für die notwendigen Erneuerungsmaßnahmen des Freibades den rechtlichen Rahmen abzusichern.

Hintergrund: Die ursprünglichen Planungen für das geplante Bäderareal sahen auch ein Außenbecken vor. Als planungsrechtliche Ausgleichsfläche wurde die Fläche des bestehenden Freibads eingesetzt.

Im Sommer 2019 hatte die Initiative für den Erhalt des Freibads in einer bespiellosen Unterschriftenaktion mit dafür gesorgt, dass sich alle Stadtverordneten einstimmig für den Erhalt des alten Freibades ausgesprochen hatten.

Im Herbst vergangenen Jahres haben umfangreiche Untersuchungen des 50m-Beckens ergeben, dass das Becken langfristig erneuert werden muss. Dies gilt auch für die Umkleide- und Duschräume, die nicht mehr zeitgemäß sind.

Einfache Erhaltungsmaßnahmen wären auf Grund des Bestandschutzes auch mit dem gültigen Flächennutzungsplan möglich, keinesfalls jedoch die notwendigen Sanierungsmaßnahmen.

Zurzeit können alle Mitgliedskommunen des Regionalverbandes Frankfurt Rhein/Main ihre Änderungswünsche für den Flächennutzungsplan, der bis 2030 gültig sein soll, äußern. Das Verfahren soll bis 2023 abgeschlossen sein. Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 19. Mai 2020 einstimmig den Magistrat beauftragt, die Umwidmung der Fläche in „Grünfläche Sportanlage, Freibad“ zu beantragen.

Damit werden die notwendigen Umbauarbeiten rechtlich abgesichert. Da es laut Herrn Bürgermeister Dr. Stöhr keine „bäderlose Zeit“ in Bad Vilbel geben soll, bleibt uns das Freibad in seiner jetzigen Form wohl noch länger erhalten.

Die SPD erwartet, dass die Stadt alles tun wird, um das Freibad so bald wie möglich wieder zu öffnen. Es wird sicher Einschränkungen hinsichtlich der Besucherzahl und der Aufenthaltsdauer geben müssen. Auch der von der SPD schon lange geforderte zusätzliche Einsatz eines Duschcontainers wäre äußerst sinnvoll, um Abstandsregeln einzuhalten.

Zudem erwartet die SPD, dass ein Besuch des Freibads für Familien und Kinder nicht teurer werden darf als das bisher gültige Dauerkartenangebot für Familien.

Keine Kommentare vorhanden

Machen Sie bei der Konversation mit.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.